Unsere Plattform für queere Künstler*innen und Allys, die queere Geflüchtete unterstützen.
Rainbow Stories erzählt die Lebensgeschichten von queeren Geflüchteten und setzt sie gemeinsam mit ihnen künstlerisch um. Dieses Konzept ist ein Herzstück unserer Arbeit: Es macht queere Refugees sichtbar, stärkt ihre Stimmen und schafft Räume für Empowerment.
Doch wer sind die Künstler*innen, mit denen wir zusammenarbeiten? Viele von ihnen kommen selbst aus dem Umfeld der Rainbow Refugees. Mussten ihr Land verlassen, weil ihre Freiheit oder ihr Leben bedroht waren.
Wir stellen einige von ihnen vor.

Exhibitions in Europa und Asien
Maksim Finogeev ist Fotograf und Künstler aus der Ukraine. Seine Arbeiten, die auch Collagen und AR-Installationen umfassen, setzen sich mit LGBTQ+-Identität, kollektivem Gedächtnis und sozialer Verantwortung auseinander. Seine Arbeiten wurden bereits vielfach in Europa und Asien ausgestellt, unter anderem auf dem Circulation(s) Festival in Paris, dem TIFF Festival in Breslau oder dem Festival Die Digitale in Düsseldorf. Sie wurden auch vielfach ausgezeichnet, etwa mit den Harper’s Bazaar Fashion Award der Ukraine oder dem Grand Prix Picto de la Photographie de Mode in Paris.
In der Septemberausgabe 2026 veröffentlichte das Display-Magazin eine von Rainbow Stories lancierte 4-seitige Coverstory mit seinen Bildern.
Hier einige Beispiele aus der Arbeit von Maksim Finogeev:

Costume Couture – politische Botschaften in Handarbeit
Sadık Sütçü ist LGBT* Aktivist und Artist. Seine künstlerische Ausdrucksform: Kostümdesign. Seine Mission: Politisch motivierte Performances. Vor einigen Jahren floh er aus der Türkei, um Gewalt und staatlicher Repression zu entgehen. Heute nutzt er seine Kreationen, um die Geschichten queerer Geflüchteter sichtbar zu machen – und ihnen eine Bühne zu geben. „Du musst gar nichts erklären. Das Kleid spricht unmittelbar zu dir. Die Botschaft springt dir entgegen, wie ein Graffiti auf einer Wand oder eine Aufschrift auf einer Mauer“, erklärt der Designer.
Für Rainbow Stories entwarf Sadık Kostüme für Events auf der Frankfurter Buchmesse, im Hilton Frankfurt City Centre sowie an der Frankfurt University of Applied Sciences. Weitere Kooperationen sind geplant. Im September 2026 wurden seine Arbeiten zudem in einer großen Coverstory im Display Magazin präsentiert.
Hier einige Beispiele aus der Arbeit von Sadık Sütçü:

Rebellion gegen tradierte Männlichkeitsbilder
Atish floh mit 14 Jahren allein aus dem Iran. Seine Familie bedrohte ihn mit dem Tod, nachdem klar wurde, dass er nicht ins heterosexuelle Raster passte.
Der Schnurrbart ist ein wiederkehrendes Motiv in seiner Kunst, die sich hauptsächlich aus Formen im kubistischen Stil zusammensetzt. Er ist gleichzeitig ein Protest gegen tradierte Männlichkeitsbilder. „Im Iran tragen viele Männer einen Moustache – ich bringe ihn mit männlicher Ehre und Maskulinität in Verbindung. Ein großer geschwungener Bart an der Oberlippe gilt als Symbol für Männlichkeit. Ich aber denke, Gender – im Sinne von geschlechtlicher Identität – findest du im Inneren der Menschen, nicht in ihrem Gesicht. Ich möchte diesen Bart in einen anderen Kontext bringen“, erklärt der junge Künstler.
Für Rainbow Stories begleitete er das allererste Event im Frankfurter Restaurant Walden mit einer Ausstellung.
Hier einige Beispiele aus der Arbeit von Atish: